Sonntag, 8. Februar 2015

Comicgötter #28: Manu Larcenet


Manu Larcenet ist für mich ein absolutes Phänomen. Schaut man sich nur die Bandbreite dieses Künstlers an! Da finden sich obrigkeitskritische Funnys wie Nic Oumuk, wundervolle Alternativweltgeschichten rund um Van Gogh, Robin Hood oder Attila, mit Der alltägliche Kampf eine brillante Langzeitstudie über das Altern, Selbstmord des todkranken Vaters und die Illustration tiefster Depression inclusive! Aber auch hinreissende schnulzfreie Liebesgeschichten kann er in kleinen liebevollen Vierbildminiaturen einfangen, wie er in Rückkehr aufs Land eindrucksvoll beweist - seine letzte Arbeit aber ist selbst für seine überkreative Feder aussergewöhnlich. Der Leidensweg eines Wahnsinnigen? Oder der Jakobsweg eines sich von allen zivilisatorischen Zwängen befreienden Individuums? Ich weiss' noch nicht, welche Geschichte mir Blast erzählt/erzählen will, aber ich bin schier beeindruckt, von diesem monochromen Monolithen.

1 Kommentar:

florian hat gesagt…

BLAST ist so so so gut.