Samstag, 10. März 2012

Dub Spencer & Trance Hill & Umberto Echo & viel viel Dubgöttlichkeit

Haha, lustige Kopflinie ... ick schnappatme ma spontan. 

Steht dir frei, aber achte darauf, wie finster dich die Herren 2 & 4von links mustern. Ein Anruf und die Moskau Inkasso entmietet dich warm :D.

Aber ma zurück zum wesentlichen, wer sich jemals fragte - wie bitte sehr sieht die Spaßvogelschar aus, die solche Sprachscharaden amüsant findet - so, genau so! Und nein - Dub Spencer & Trance Hill sind wie dieses furchteinflössende Bandfoto eindrucksvoll beweist kein prügelnde Duo bestehend aus Chillpferd und Druffidil, aber zwei (oder mehr) Himmelhunde auf dem Weg in den Dubhimmel sind sie allemal. 

Vielleicht das wichtigste Exportgut, dieser neulich ma fast von einem inzwischen relativ unspektakulär ins Bühnenoff entrückten Diktator aufgelösten, Alpenrepublik. Natürlich nur neben dieser unglaublichen Schokolade & dieser immer wieder höchstverführerischen heissen Tassenschönheit namens Ovomaltine.

Und ja! Schande über mich! Säckeweise Asche. Die Güterwaggonladungen voller berechtigter Schmähungen dürfen hinterm Haus geparkt werden. Ich schreibe tatsächlich erst jetzt, schlappe 6 Wochen nach der Veröffentlichung über dieses große Stück Dubwiseness.

Da krätscht einer ganz große in die Nilpferdgrube & ich besinge es nicht. Ich wäre untröstlich - gäbe es keine guten Gründe erst jetzt umme Ecke zu kommen,  muss ich kurz erklären, also: Der digitale Flaneur ist ja ein Einmenschunternehmen, meine attitüdegestählten Pinguie sind zwar knallharte Chiefrocker, aber leider allesamt komplette Analphabeten, also bleibt der ganze Schreibkram immer wieder an mir hängen. Zustände, da kriegste Zustände!

Aber wenn dieser Schreiberling (dessen Meinung ihr ja so schätzt) ausfällt, weil seine fleischige Hülle rumstreikt muss auch ma was liegenbleiben. Aber alle bisherigen Review seit der Rückkehr aus Mittelerde stiessen auf ein großes Gejubel & hier wird es nücht anders sein.

Das Nichtduo mit dem fleischwolfisierte Namen eines dollen Duos wird von einem anderen Spassvogel besucht - Umberto Echo. Diese Type ist ebenfalls Helvetianer und wie unschwer zu erkennen  Wortspielprofi des 6ten Dans (mindestens). Aber er ist allemal unterhaltsamer als das Spätwerk des Namenswirt - dieser Umberto langweilte nämlich nur noch, dieser hier aber überrascht!

Ich hab was dieses Album angeht verdammt viele Vergleiche gehört. Es sollte sich anhören wie ein perfekt eingespieltes Duo, wie  Hinz & Kunz, Lolek & Bolek, Tom & Jerry,  Wulff & Uzela - stimmt alles schon irgendwie, aber mal janz ehrlich - Massive Attack & Mad Professor trifft es immer noch am besten. Auch hier veredelt ein Nachschliff ein bereits zeitloses Stück Musicke.

Denn über die schiere Brillanz des Outputs von Dub Spencer & Trance Hill muss man nicht streiten, Lobesgesänge zu den bisherige Großtaten können im Archiv dieses qualitätsjournalistischen Vehikel eingesehen werden. 

ABER(!!!) stellt euch mal folgendes vor: Der große OZ höchstselbst beschenkte diese Band mit einem Remixer & Producer, der dies- und jenseits des Limes seinesgleichen sucht. Und dieser überkreative Dubdruide zergliedert die Sessionergebnisse der Kapelle nochmals zu Rohdaten & baut aus den Trümmern der Strukturen etwas völlig neues auf. Da fiept und quietscht und wummst und plugt ein und trötet und rummst und funkt es an Stellen, die es folgt man der gängigen Paradigmen der Klangphysik, eigentlich überhaupt nicht geben dürfte. 

Es gibt nur eine Antwort auf diese sonischen Rätsel - dieser Dubkosmos ist grenzenlos und größtenteils unentdeckt und die Entdeckerreise zu diesen Sternen ist eine wob-wob-Wonne! Den Weg zur werten Dubgöttlichkeit muss aber jeder selbst antreten. Also los hochgeschätzte Digger, grabt tiefer!

Ich hab eigentlich nix mehr zu sagen, aber da es hier aber ohnehin schon alle tun, gebe ich mich auch mal dem Textremix hin & zitiere die hochgeschätzten Tapire von Doppelkopf - deren radikaler Kopfkinoapproach passt hier einfach viel zu jutt - denn ...

"...erst erzählen (ich) dir so viele Geschichten wie das Meer und dann schießen dich Dub Spencer & Trance Hill & Umberto Echo weiter weg als irgendwer bisher. Die(se Platte) hat dir gerade noch gefehlt zu deinem Glück, alles spielt verrückt in dem Stück ..."

Unverschnittenste Flaneurempfehlung & ihr wisst ja, mir könnt ihr stärker vertrauen als Banken, Augen oder gar Spiegeln - solange ihr die Ironie nie vergesst, rinnjehauen - ihr hört jetzt rein.   

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