Montag, 17. August 2009

Ikea's Söhne funken sich in meine Hörmuschel ...



Ma ehrlich, ich verstehe kein Wort, nicht eins ... vielleicht singt dieses charmante Trio ja über absurde sexuelle Handlungen mit Topfpflanzen oder über die Fütterungszyklen ihrer Goldfische oder Mama's Waschempfehlungen für ihre Baumwollsocken, aber ma ehrlich ... mir isses sowas von egal.

Denn schwedischer Rap klingt einfach nur richtig lustig & dieser Song besitzt eine solch unglaubliche Dynamik, dass es mir echt schwer fällt, meine Tanzbeine still zu halten. Fühlt ihn, ich feiere ihn ... und warte auf das Album.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Skandinavier wissen einfach wie man vernünftige Musik macht.

michael hat gesagt…

er sagt deutlich "gitarre" bei 0.22 und eventuell "grammophon" bei 0.25.
vielleicht "police" bei 1.02. ist also vermutlich ein ghetto rap text.

Der digitale Flaneur hat gesagt…

Hehe, sehr schöne Exegese. Könnte tatsächlich sein, dass du recht behälst Michael, die Typen sehen ja schliesslich verdammt böse aus :).

michael hat gesagt…

da siehst du mal wie schnurz der textinhalt ist.
mir ist es zum beispiel lieber wenn ich den text nicht verstehe und er mehr den charakter eines instrumentes annimmt. englische texte sind da so ein zwischending.
was ich gar nicht mag sind deutsche texte mit musik. da werden dann irgendwie 2 hirnareale gleichzeitig beansprucht die wie ich finde irgendwie nicht zusammenpassen, oder besser - die ich nicht gleichzeitig verarbeiten kann.

neulich hab ich zum beispiel mal mtv geschaut (diese "next" dating show) und im werbeblock kam irgendwas mit jan delay mit ganz cooler musik dabei. dann hab ich mal auf youtube rumgehört und dachte ohne diese nasalstimme die mir irgendein deutschen text mit mehr oder weniger interessantem inhalt verklickern will wäre das klasse musik.

es gilt also:
texte, inhalte, worte sind im buch oder im internet gedruckt zu finden.
musik, also das unaussprechliche, ist im reinen klang an sich zu finden.

die mischung der beiden funktioniert nicht, da vernunft (durch wort und inhalt angeregt) und emotion (durch das unaussprechliche geweckt) zusammen einen paradoxen widerspruch bilden. (vielleicht haben da ja manche spass dran)
naja irgendwie passt das bei mir nicht zusammen und letztendlich höre ich lieber instrumentalkrams, oder sachen bei denen der wortinhalt zumindest reduziert oder ganz im hintergrund steht. wenns um inhalt geht, dann lese oder schreibe ich.

wie läuft das denn bei dir ab? kannst du gleichzeitig dem text zuhören und der musik ohne internen kurzschluss? oder ist das eher wie ein vertontes gedicht und es geht hauptsächlich um den text? (so wie bei diesem klavierkabarettisten)

Der digitale Flaneur hat gesagt…

Hmm. Geht beides denk ich. Höre ja viel Hip Hop, daher hab ich (gloob ich einfach ma) ohnehin ein Gehör im "Multitaskingmodus".

Gibt aber auch genügend Dinge, bei denen mich eher die Beats tragen & der Text eher nebensächlich ist, aber natürlich auch Texte, welche mich beeindrucken auf Musik die mich kalt lässt.

Wenn beides zusammen organisch klingt isses natürlich am schönsten.