Donnerstag, 30. April 2009

Steine ändern nix ...



... daher bekommt ihr heute von eurem werten Flaneur wie gewohnt, eine Kostprobe seiner Waffen, der Musik.
Zur verbalradikalen Fraktion kann ich nur sagen: Lasst es doch Steine regnen, dann kann ich in ihrem Schatten musizieren.

Zuerst bekommt ihr ein tiefgehendes, musikalisches Plädoyer für Frieden & Gerechtigkeit von einem afrikanischen Künstler präsentiert, den ich schon seit langem sehr verehre & bewundere, der Ivoren Tiken Jah Fakoly.




Einen kurzen Einblick in die Gründe meiner Wertschätzung könnt ihr hier finden, Tiken Jah Fakoly prägte zwei der elegantesten Formulierungen des politisch motivierten Reggaes der letzten Jahrzehnte, Begriffe, welche die Thematiken, die sie behandelten so sehr verdichteten, dass sie schließlich sprichwörtlich wurden, Diskursmacht on Dub.

Hierzu zählt das herrschafts- und korruptionskritische Francafrique & mit Mangercratie - ein Protestsong, welcher sich trotz scharfer Zensur monatelang in den ivorischen Charts hielt, soviel zur Macht einer Diktatur, sie können Menschen entmündigen, aber sie werden niemals ihre Lieder stehlen können.

2003 entschloss Fakoly sich nach Mali zu exilieren (um sich von dort weiter zu engagieren), nachdem die Mordaufrufe der politischen Führung – welche sich durch die zunehmende Popularität des kritischen Liedguts bedroht sah - immer deutlicher wurden & er sich zunehmend der Gefahr ausgesetzt sah wie Lucky Dube zu enden, (dessen Tod beim vermeintlichen Autoraub sicherlich ebenfalls eine politische Komponente aufwies).

So etwas nenne ich bewunderungswürdige politische Radikalität, nehmt euch mal ein Beispiel statt einen weiteren sinnlosen Pflasterstein.

Und im Anschluss noch eine großartige Zusammenarbeit von Tiken Jah Fakoly mit den symphatischen französischen Basszauberern von Dub Incorporation.



Also kommt sicher durch die folgenden Nächte & nicht vergessen: Peacepunk will never get out of fashion!

Lasst die Anderen euch doch Hippies schimpfen, Gewalt wird niemals die Lösung sein, denn es gilt noch immer das alte Texta-Wort: Peace, auch wenn der Rest der Welt sich heftig streitet.

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