Sonntag, 19. April 2009

Stand Out Riot - Carnival Militia ... Wenn der Skacore-Mob zum Tanztee bittet!



Vor einigen Tagen habe ich einen wirklich sehr hübschen Tip erhalten zu einer Band, die wohl sonst unter meinem Aufmerksamkeitsradar ihre Ründchen gedreht hätte.

Die englische Band Stand Out Riot bewegt sich im Spannungsfeld zwischen den Coregrooves der alten Mighty Mighty Bosstones, den Skapunkbrettern der grandiosen Against All Authority, nehmen stellenweise Gesangsanleihen bei Billy Talent und addieren noch eine große Dosis Streetlight Manifesto und fertig ist die Tanzflurbestie.

Ihre Songs glänzen nicht nur durch ihren rotzigen-rohen 2Tone getränkten Punkimpetus, sondern brillieren vorallem durch ihre grandiose Zitatenhuberei, die sich verschiedenster Stile bedient und der absurd schnellen Tempiwechsel.

Verständlich, dass dieses wilde Gebräu auch eine gewisse Aufmerksamkeit hervorrief, 2006 gelang es ihnen sogar, durch den Sieg beim größten britischen Nachwuchsfestival einen Auftritt in der altehrwürdigen Royal Albert Hall abzustauben, als Band die noch keine offizielle Veröffentlichung vorweisen konnte! Skapunk at the Night of the Proms ... hach sehr schöne Vorstellung. Chapeau!

Interessant ist auch die Instrumentierung der Band, eine gehörig rockende 4er Brasssektion trifft auf eine Violine & einen hübsch kreischenden Punkrockbarden!

Das Debutalum von 2008 weist zwar nur ne sehr kurze Laufzeit von 35 Minuten auf, aber jede einzelne Minute tritt Ärsche.

Um euch mal die gesässmuskelmotivierende Wirksamkeit dieses bös tanzbaren Septett zu demostrieren, hier mal meine (neue) soundtechnisch etwas zugänglichere Nummer 1 des Debuts: Spacesuit.

Die großartige Sause The Oxbridge Mafia könnt ihr euch ja auf soundclick anhören & ja auf soundclick.com kann nicht nur die gesamte Platte in besserer Qualität vorgehört werden, sondern auch für einen Spottpreis gekauft werden.



Und erfreulicherweise verneigen sich die Damen & Herren auch vor ihren musikalischen Vorbildern und feuern eine sehr wuchtige Breitseite in Form einer hervorragenden Livecoverversion von Somewhere in Between auf den geneigten Hörer ab.

Aber dieser Mitschnitt ist aufgrund seiner miesen bzw. nicht vorhandenen Qualität eher als Momentaufnahme zu betrachten, aber ich bin sehr sicher, dieser Tanzflur glühte.



Fazit: Ich will diese Band unbedingt live sehen, sicherlich ein sehr großer bierseliger Spass!

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