Dienstag, 21. April 2009

Shepard Fairey ist ...



Ach schon wieder dieser Obey!

Manche werfen einem der Grandseigneurs der inzwischen allgemein als massentauglicher anerkannten & durch Galeriezugriff verwertbaren Strassenkunstform, ja den Ausverkauf seiner Ideale vor, insbesondere die ikonographisch gewordene Hope-Kampagne für Obamas Wahlkampf stieß vonseiten verschiedener radikaler Gruppen (die möglicherweise jede Form der Kooperation mit staatlichen Stellen als profane Monetenanbettung & verachtungungswürdiges Blendwerk geisseln) auf Missbilligung.

Schade, denn gerade hier konnte die olle, durchaus subversiv aktive Tante Streetart ja beweisen, dass sie mehr kann als sich nur als schmückendes urbanes Zierwerk zu gebärden.

Sie konnte verändern, anregen, begeistern (und auch die eher politikentfremdeten Wählerschichten mobilisieren) & somit eine mehr als scheußliche politische Epoche auf ihrem Grabesgang nicht nur grafisch ansprechend begleiten.

Die mitunter verdammt persönliche Kritik an seiner Arbeit ist eine arg geschmäcklerische Haltung, die ich anhand seiner immer noch sehr erfrischenden (und zum Nachdenken anregenden) Guerillamarketingkonzepte nicht wirklich teilen kann.





Aber es ist eben immer einfach als irrelevanter Wichtel auf die Größten Steine zu werfen, Aufmerksamkeitsproduktion durch Abwertung, eine Unsitte, die leider auch hier oft die leckersten Speisen zu versalzen bereit ist.

Ehrenwerte Competition, werte Herren & Damen sieht anders aus, ich denke viel eher, dass sich hier ein gewisser Sozialneid seine Bahn bricht, aber dieses nutzfreie Spiegelfechten sollte uns eigentlich vollkommen gleichgültig sein, lassen wir doch seine Kunst für sich sprechen, denn ich mag seine an den verschiedensten Propagandaplakatkünsten dieser Welt geschulten Bilder immer noch sehr gerne.




Mehr Hingucker findet ihr auf Shepards Website, viel Vergnügen beim Stöbern.

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